eucomis mit blattstecklingen und tochterknollen vermehren
die einfachste art, schopflilien/ananaslilien zu vermehren, ist durch tochterzwiebeln. die kann man mit einem sauberen messer abtrennen oder abbrechen, wenn sie ungefähr die hälfte der grösse der mutterzwiebel erreicht haben. das macht man am besten beim umtopfen im frühjahr.

spannender jedoch ist, und das macht diese gattung so faszinierend, die vermehrung durch blattstecklinge.
blattstecklinge
als blattstecklinge können ganze blätter oder teilstücke verwendet werden. am besten scheint diese vermehrungsform mit jungen blättern zu funktionieren. abgetrennt habe ich sie von der mutterpflanze (eucomis autumnalis), als sie gerade dabei war, den blütenstängel auszubilden.

die stecklinge können direkt nach dem schneiden eingetopft werden. es kommt die schnittstelle ca. zwei bis drei zentimeter tief in die erde, die zuvor am blatt nach unten zeigte. das ist aber nicht zwingend nötig, wie man am austrieb des linken stecklings erkennen kann. den habe ich nämlich mit der obigen schnittkante eingetopft.

als substrat eignet sich handelsübliche kakteenerde. die hält man gleichmäßig feucht, aber nicht tropfnass. der standort sollte warm und hell, aber ohne direkte sonne sein. abdecken muss man den topf nicht.

bei temperaturen zwischen 25 und 30 grad zeigten sich die ersten triebspitzen nach ca. vier wochen. bis sich die erste brutknolle gebildet hat, vergingen nochmals vier wochen.
das bewurzeln im ca. mit zwei zentimeter wasser gefüllten glas hat übrigens nicht funktioniert. es bildeten sich zwar nach ein paar wochen triebspitzen, einige zeit später begannen die blattstecklinge jedoch zu verfaulen.